Kann medizinisches Cannabis bei Schmerzen helfen?
Aktualisiert am: 10.12.2025
Key Facts:
- Über 23 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen – viele davon über Jahre. Die Belastung für Betroffene und das Gesundheitssystem ist enorm.
- Eine erfolgreiche Schmerztherapie ist meist multimodal: Medikamente, Physiotherapie, Psychotherapie und Lebensstilmaßnahmen greifen ineinander. Medizinisches Cannabis kommt insbesondere bei schweren und therapieresistenten Fällen zum Einsatz.
- Studien zeigen eine moderate bis starke Evidenz, dass Cannabinoide Schmerzen reduzieren und gleichzeitig den Bedarf an Opioiden senken können.
Chronische Schmerzen – eine unterschätzte Volkskrankheit
Chronische Schmerzen gehören zu den häufigsten und folgenreichsten Erkrankungen in Deutschland. Besonders verbreitet sind Rücken- und Kopfschmerzen, Arthrose, Spastiken und neuropathische Schmerzen. Daten aus 2022 zeigen: Rund 23 Millionen Menschen leben mit chronischen Beschwerden – ein Viertel davon ist im Alltag massiv eingeschränkt1. Über 3 Millionen gelten als schwer schmerzkrank, bei weiteren 2,2 Millionen liegt zusätzlich eine psychosoziale Schmerzstörung vor.
Da herkömmliche Schmerzmittel oft nicht ausreichend wirken oder starke Nebenwirkungen verursachen, wächst das Interesse an alternativen Therapieoptionen. Medizinisches Cannabis ist seit 2017 verordnungsfähig, wenn Standardtherapien keine ausreichende Linderung bringen oder nicht vertragen werden.
Ärzt:innen können verschiedene Cannabis-Arzneimittel einsetzen, z. B.:
- Cannabisblüten zur Inhalation
- Ölige Tropfen / Extrakte
- synthetische Cannabinoide wie Nabilon
Die Wirkstoffe THC und CBD modulieren das körpereigene Endocannabinoid-System (ECS), das eine zentrale Rolle in der Schmerzverarbeitung spielt.
Eine eigene Patientenbefragung ergab, dass 41 % der Verordnungen aufgrund chronischer Schmerzen erfolgen. Viele berichten zusätzlich von besseren Schlaf, weniger Stress und einer Verbesserung der Stimmung. Die Begleiterhebung des BfArM bestätigt diese Entwicklung: 76 % der Anwender:innen erhielten Cannabis aufgrund von Schmerzen2.
„Wenn herkömmliche Methoden ausgeschöpft sind, bietet medizinisches Cannabis oft eine gut verträgliche und wirksame Ergänzung, die Lebensqualität zurückbringen kann.“
— Nadine Herwig, Leiterin der Grünhorn Academy
Auch weitere Studien und Übersichtsarbeiten zeigen, dass etwa 30 % der Patient:innen eine klinisch relevante Schmerzlinderung erfahren – besonders jene mit therapieresistenten Verläufen3,4.
Welche Rolle spielt das Endocannabinoid-System bei Schmerz?
Über seine Rezeptoren (CB1 im Nervensystem, CB2 im Immunsystem) dämpft es Schmerzsignale, beeinflusst Entzündungen und stabilisiert die Reizweiterleitung. Wird es durch körpereigene oder pflanzliche Cannabinoide wie THC und CBD aktiviert, kann die Schmerzintensität spürbar reduziert und die Schmerzverarbeitung im Gehirn moduliert werden.
THC und CBD
THC und CBD wirken über das Endocannabinoid-System, das über CB1- und CB2-Rezeptoren im gesamten Körper verteilt ist.
CB1-Rezeptoren – Schmerzwahrnehmung im Nervensystem
- Sitzen vor allem im zentralen Nervensystem5
- Werden überwiegend durch THC aktiviert
- Regulieren die Ausschüttung wichtiger Neurotransmitter, u. a. GABA7
- Können so die Schmerzwahrnehmung im Schmerzzentrum dämpfen
CB2-Rezeptoren – Entzündung & Immunreaktion
- Vorkommen in Immunzellen, blutbildenden Zellen und teilweise in Neuronen6
- Ihre Aktivierung moduliert Entzündungsprozesse, vermindert die Freisetzung schmerzauslösender Mediatoren und kann die neuronale Sensibilisierung im Rückenmark bremsen8
CBD – indirekter Modulator
CBD bindet nicht direkt an CB1 oder CB2, beeinflusst jedoch:
- den Abbau körpereigener Endocannabinoide
- entzündliche Signalwege
- Rezeptoren wie TRPV1 („Schmerzrezeptor“)
Damit kann CBD die Wirkung von Endocannabinoiden verlängern und schmerzlindernde Effekte unterstützen.
Grünhorn Academy Podcast
#3 Cannabis gegen chronische Schmerzen: Vom Patienten zum Fitnessenthusiasten
Klinische Studien zum Einsatz der Cannabis-Therapie bei chronischen Schmerzen
Die Schmerztherapie orientiert sich an der WHO-Stufentherapie. Wenn klassische Optionen (NSAR, schwache Opioide, starke Opioide bzw. andere Fertigarzneimittel) nicht ausreichend helfen, kommt Cannabis als weitere Therapieoption in Form einer Zweit- oder Drittlinienbehandlung infrage – insbesondere bei neuropathischen Schmerzen.
Die wissenschaftliche Evidenz wächst stetig:
Metaanalysen zeigen Wirksamkeit und gute Verträglichkeit
- Whiting et al.9 und Lynch & Campbell10 fassten Daten von über 6500 Patient:innen zusammen und bestätigten eine moderate Evidenz für die Wirksamkeit von Cannabinoiden.
- Das PraxisRegister Schmerz (2017) dokumentierte 800 Behandlungen mit THC-CBD-Spray – mit guter Wirksamkeit v. a. bei therapieresistenten neuropathischen Schmerzen11.
Weitere Studien unterstreichen den Nutzen
Medizinisches Cannabis kann nicht nur bei der Schmerzbehandlung, sondern auch bei der Therapie weiterer, begleitender Erkrankungen hilfreich sein:
- 338 Patient:innen (Italien): deutliche Schmerzreduktion + weniger Angst & depressive Symptome12
- Inhalatives THC (Randomisiert, Placebo-kontrolliert): signifikante Schmerzreduktion bei guter Verträglichkeit13
- Orthopädische Kohortenstudie (2021, n=468): Verbesserungen nach 3, 6 und 12 Monaten in Schmerz, Funktion und Lebensqualität14
- Wang et al.: moderate bis starke Evidenz für orale Cannabinoide zur Schmerz- und Schlafverbesserung15
Insgesamt weisen die Daten darauf hin, dass medizinisches Cannabis nicht für jede Schmerzform, aber für viele chronische Verläufe – insbesondere neuropathische – eine relevante Option darstellen kann.
Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) zum Einsatz von medizinischem Cannabis
Die Deutsche Schmerzgesellschaft sieht medizinisches Cannabis als wertvolle therapeutische Option für Patient:innen mit schwerwiegenden, chronischen Schmerzen – insbesondere dann, wenn herkömmliche Behandlungsverfahren ausgeschöpft sind oder nicht ausreichend wirken. Gleichzeitig betont die Fachgesellschaft, dass die wissenschaftliche Studienlage noch lückenhaft ist: Viele verfügbare Studien reichen in Qualität, Dauer oder Aussagekraft nicht aus, um pauschale Therapieempfehlungen abzuleiten. Trotz dieser Unsicherheiten spricht sich die DGS dafür aus, den tatsächlichen Versorgungsbedarf schwer kranker Patient:innen ernst zu nehmen und Cannabinoide dort einzusetzen, wo sie nach individueller Prüfung Vorteile bringen können.
Um Ärztinnen und Ärzten Orientierung zu geben, hat die DGS eine eigene Praxisleitlinie „Cannabis in der Schmerzmedizin“ entwickelt. Diese soll helfen, geeignete Indikationen zu erkennen, Therapieentscheidungen transparent zu treffen und verantwortungsvoll mit der begrenzten Datenlage umzugehen. Die DGS begrüßt zudem gesetzliche Anpassungen, die den Zugang zu medizinischem Cannabis erleichtern, und engagiert sich intensiv für Fortbildung sowie für eine Verbesserung der Patientenversorgung.
Cannabis als Medizin: Potenzial zur Opiatreduktion
Ein besonders wichtiger Aspekt der Cannabis-Therapie ist ihr möglicher Beitrag zur Reduzierung von Opioiden.
Warum Cannabis Opioide ergänzen kann
- CB- und Opioidrezeptoren können Heterodimere bilden – eine Verbindung, die die gemeinsame Wirksamkeit steigert16,17.
- Die Kombination kann die Schmerzintensität senken, ohne die typischen Risiken hoher Opioiddosen zu verstärken17,18.
- Das Missbrauchspotenzial von medizinischem Cannabis ist laut Begleiterhebung extrem gering (0,1 %), während Opioide ein deutlich höheres Abhängigkeitsrisiko besitzen20.
Studien zur Opioidreduktion: deutliche Effekte
Mehrere aktuelle Beobachtungsstudien zeigen beeindruckende Ergebnisse:
- Renslo 202221: Opioiddosis halbiert; 37,5 % setzen Opioide vollständig ab
- Benedict 202222: mind. 67 % Rückgang der täglichen Dosis
- Gastmeier 202223: Reduktion unabhängig von Dosis, Alter & Geschlecht
- Greis 202125: 73 % verringern oder beenden Opioide; 31 % setzen zusätzlich Benzodiazepine ab
- Lucas 202126: Reduktion um bis zu 78 %
- Safakish 202027: signifikante Verringerung der oralen Opioidlast
Auch wenn randomisierte, kontrollierte Studien zur Opioideinsparung noch fehlen, zeigt die aktuelle Evidenz: Cannabis kann in der Praxis den Opioidverbrauch deutlich senken – und damit Risiken reduzieren. Somit stellen Cannabis-Arzneimittel eine vielversprechende Therapiealternative gegenüber Opiaten dar - insbesondere auch, da sie meist weniger Nebenwirkungen zeigen, mitunter deutlich besser verträglich sind und vielen Patient:innen eine höhere Lebensqualität trotz ihrer Krankheit ermöglichen.
Fazit: Wie medizinisches Cannabis bei Schmerzen helfen kann
Cannabis wirkt nicht wie ein klassisches Schmerzmittel. Es blockiert den Schmerz nicht komplett, sondern dämpft die Intensität der Signale – Betroffene beschreiben oft, dass sie den Schmerz „anders“ oder „weiter entfernt“ wahrnehmen. Für viele Patient:innen mit chronischen Schmerzen bedeutet das eine deutliche Entlastung.
Positiv wirken sich Cannabinoide zudem aus auf:
- besserer Schlaf
- weniger Schmerzen bei Bewegung
- mehr körperliche Funktionalität15
- verbesserter Appetit3
- höhere Lebensqualität28
Die Datenlage wächst, und vieles spricht dafür, dass Cannabis-Medikamente künftig eine noch größere Rolle in der Schmerztherapie spielen werden – insbesondere, wenn herkömmliche Behandlungen ausgeschöpft sind oder nicht vertragen werden.
Quellen:
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des Fünften Buches Sozialgesetzbuch zur Verschreibung und Anwendung von
Cannabisarzneimitteln.
https://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Cannabis-als-Medizin/Begleiterhebung/_node.html.
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