Ratgeber

Cannabisextrakte

Bisher ist die am häufigsten verordnete Darreichungsform die Cannabisblüte. Diese wird mit einem Vaporisator bei entsprechender Temperatur verdampft und anschließend inhaliert. Jedoch erfreuen sich auch Cannabis-Extrakte immer mehr Beliebtheit.
Cannabisextrakte werden durch Extraktion aus Teilen der Cannabispflanze gewonnen. Je nach Art der Pflanze enthalten die Extrakte die Hauptinhaltsstoffe THC und CBD, sowie weitere Substanzen, wie Terpene . Diese Inhaltsstoffe der Cannabispflanze sind fettlöslich. Zwei der gängigsten Extraktionsverfahren sind die Ethanol-Extraktion und die überkritische CO2-Extraktion.

Extraktionsverfahren

Ethanol-Extraktion bedeutet, dass Ethanol als Auszugsmittel verwendet wird. Aufgrund der chemischen Eigenschaften lösen sich fettlösliche Substanzen nur bedingt in Ethanol. Bei diesem Verfahren werden ebenfalls Pflanzenstoffe, wie Tannine, Chlorophyll und Farben extrahiert. Anschließend wird das gesamte Lösungsmittel entfernt. Zur Entfernung von Unbeständigkeiten verwendet man ein Aktivkohlefiltrationsverfahren.
Bei der CO2-Extraktion wird als Lösungsmittel Kohlenstoffdioxid verwendet. Hierbei wird durch Druck und Temperatur gasförmiges CO2 in eine überkritische flüssige Form gebracht. Im zweiten Schritt kommt hier ebenfalls Ethanol zum Einsatz, wodurch Cannabinoide und Terpene von den Nebenprodukten getrennt werden.

Anwendung und Dosierung

Cannabisextrakte sind in Bezug auf Anwendung und Dosierung oft geeigneter für die Patient:innen. Sie werden von ärztlichem Fachpersonal auf einem Betäubungsmittelrezept verordnet und in der Apotheke als Rezepturarzneimittel hergestellt. Häufig werden ölige Dronabinol-Tropfen mit einer Konzentration von 25mg/ml verordnet. Auf diese Weise lassen sich die Tropfen exakt dosieren. Bei Dronabinol handelt es sich um das psychoaktive Tetrahydrocannabinol.
Zudem gibt es in Deutschland bereits Vollspektrumextrakte in pharmazeutischer Qualität von namhaften Herstellern. Diese dienen in der Apotheke ebenfalls als Rezeptursubstanz zur Herstellung eines Arzneimittels. Bei diesen Extrakten variieren die Konzentrationen sowohl des THC- als auch des CBD-Gehaltes. Je nach Erkrankung kann das Extrakt in entsprechenden Konzentrationen von THC und CBD verschrieben werden. In Vollspetrumextrakten sind neben den Hauptinhaltsstoffen THC und CBD auch weitere Inhaltsstoffe, wie Terpene und sekundäre Pflanzenstoffe, enthalten.

Vorteile der Anwendung

Durch die exakten Konzentrationen der Cannabisextrakte ist eine genaue Dosierung mittels beigefügter Pipetten möglich, wodurch eine hohe Dosissicherheit gegeben ist. Auch die orale Einnahme ist ein Vorteil dieser Darreichungsform. Die Lösung kann direkt in den Mund gegeben werden, auf einem Löffel oder auf einem Stück Brot. Die Tropfen in Wasser oder Tee zu geben ist nicht ratsam, da es sich bei den Extrakten um eine ölige Lösung handelt.
Im Vergleich zur inhalativen Anwendung tritt die Wirkung langsamer und ohne Wirkspitzen ein und hat außerdem eine längere Wirkdauer. Die Wirkung nach Einnahme des Extraktes tritt nach etwa 30 bis 90 Minuten ein und dauert vier bis acht Stunden an. Die maximale Wirkung entfaltet sich nach zwei bis drei Stunden. Die Aufnahme der Substanzen erfolgt über Schleimhäute im Mund und im Magen-Darm-Trakt. Hierbei können die Resorption und Bioverfügbarkeit durch die gleichzeitige Aufnahme fettreicher Nahrung erhöht werden.

Zu Beginn der Therapie wird eine niedrige Dosierung abends empfohlen. Die Dosis kann durch den behandelnden Arzt sukzessive aufdosiert werden, bis die optimale Wirkung und eine gute Verträglichkeit erreicht wird. Durch dieses langsame Auftitrieren können unerwünschte Nebenwirkungen vermindert werden.
Vollspektrumextrakte aber auch andere oral einzunehmende Cannabinoide bieten viele Vorteile verglichen mit der inhalativen Anwendung der Cannabisblüten mittels eines medizinischen Verdampfers. Diese Therapieform ist eine weitere Möglichkeit zur Behandlung von chronischen Erkrankungen und Schmerzen. Insbesondere durch den flachen Verlauf des Plasmaspiegels der Wirkstoffe im Blut, ist die orale Anwendung als Dauermedikation geeignet.

Vollspektrumextrakt und Kapseln von Grünhorn

Unsere Kapseln aus eigener Herstellung enthalten Vollspektrumextrakte. Durch eine dauerhaft niedrige Extraktionstemperatur haben wir die Möglichkeit, alle Cannabinoide
und Terpene aus der Blüte zu extrahieren. Unser Ziel bei Grünhorn ist es, die höchste Extraktionsqualität zu erreichen. Bei einer biologischen Substanz ist es wichtig, eine niedrige Temperatur beizubehalten, damit die wichtigen Wirkstoffe nicht verbrennen oder verloren gehen. Dementsprechend arbeiten wir in einem hochkontrollierten Prozess und verwenden die neusten Technologien. Unser HPLC-Gerät von Shimadzu misst bei jedem Schritt der Herstellung die Qualität des Extraktes. Außerdem arbeiten wir mit externen Beratern und Laboren, um unseren Prozess zu optimieren und die Qualität der Cannabisextrakte zu bestätigen und damit die Kapseln zu verifizieren.

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