Unbestrahlt bedeutet, dass die Cannabisblüten nicht mit ionisierender Strahlung sterilisiert wurden. Die Bedeutung der Bestrahlung von Cannabisblüten liegt darin, die mikrobiologische Sicherheit und Produktqualität zu gewährleisten, indem durch Verfahren wie Gammastrahlung oder E-Beam potenziell schädliche Keime entfernt werden, ohne die therapeutische Wirksamkeit und Reinheit des medizinischen Cannabis zu beeinträchtigen. Die Keimkontrolle erfolgt über alternative, schonende Verfahren im Anbau und in der Verarbeitung.
Unbestrahlte Cannabispräparate
In dieser Kategorie findest du Cannabisblüten, die nicht mit Gamma- oder Elektronenstrahlung behandelt wurden und ihre natürliche Struktur sowie ihr ursprüngliches Terpenprofil bewahren. Alle Produkte stammen aus kontrollierten Produktionsprozessen und erfüllen höchste Standards in Bezug auf Sicherheit, Transparenz und Rückverfolgbarkeit. Unbestrahlte Sorten werden unter strengen Qualitäts- und Hygienestandards produziert und eignen sich für Patient:innen, die Wert auf eine möglichst naturbelassene Verarbeitung legen.
Was bedeutet „Cannabis unbestrahlt“ bei medizinischem Cannabis?
Unbestrahltes Cannabis bezeichnet medizinische Cannabisblüten, die nicht mit ionisierender Strahlung behandelt bzw. sterilisiert wurden. In der Arzneimittelherstellung wird Bestrahlung häufig eingesetzt, um Keime zu reduzieren. Die Bedeutung der Bestrahlung von Cannabisblüten liegt vor allem in der Sicherstellung der mikrobiologischen Sicherheit und der Einhaltung hoher Produktqualität, was insbesondere für die therapeutische Wirksamkeit und Sicherheit von medizinischem Cannabis entscheidend ist. Die Bestrahlung von Cannabisblüten dient primär dazu, schädliche Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze oder Schimmel abzutöten. Bei unbestrahlten Blüten erfolgt die mikrobiologische Kontrolle stattdessen über kontrollierte Anbaumethoden, schonende Trocknung und strenge Qualitätsprüfungen.
Warum entscheiden sich Patient:innen für unbestrahltes Cannabis?
Viele Patient:innen bevorzugen unbestrahltes medizinisches Cannabis, da diese Blüten als besonders nah an der ursprünglichen Pflanzenstruktur gelten. Insbesondere das Terpenprofil, das maßgeblich für Geruch und Geschmack verantwortlich ist, bleibt häufig besser erhalten. Terpene sind für das Aroma und den Geschmack von Cannabis verantwortlich; unbestrahlte Blüten bewahren ihr Terpenprofil oft besser, da einige Terpene empfindlich auf Bestrahlung reagieren.
Unbestrahlte Sorten werden daher oft von erfahrenen Anwender:innen gewählt, die großen Wert auf Aromavielfalt und sensorische Eigenschaften legen.
Qualität und Sicherheit trotz Verzicht auf Bestrahlung
Auch unbestrahltes Cannabis unterliegt den strengen gesetzlichen Vorgaben für medizinische Arzneimittel. Jede Charge wird umfassend geprüft – unter anderem auf:
- mikrobiologische Belastung
- Wirkstoffgehalt (THC, CBD)
- Identität und Reinheit
Nur Blüten, die alle pharmazeutischen Qualitätsanforderungen erfüllen, gelangen in den Verkauf.
Gesetzliche Vorschriften rund um unbestrahltes Cannabis
Auch unbestrahltes medizinisches Cannabis unterliegt in Deutschland strengen gesetzlichen Vorgaben, um die Sicherheit und Qualität für Patient:innen zu gewährleisten. Hersteller, die unbestrahlte Cannabisprodukte anbieten, müssen besonders hohe Standards bei Anbau, Verarbeitung und Lagerung einhalten. Dazu gehören regelmäßige Labortests auf Mikroorganismen, Schwermetalle und andere potenzielle Verunreinigungen. Apotheker:innen und Ärzt:innen spielen eine wichtige Rolle bei der Beratung und Auswahl sicherer Produkte. So wird sichergestellt, dass Patient:innen in Deutschland stets Zugang zu medizinischem Cannabis in höchster Qualität erhalten.
Unbestrahlt vs. bestrahlt – ein Überblick
Der Unterschied zwischen bestrahltem und unbestrahltem Cannabis liegt ausschließlich in der Art der Keimreduktion, nicht in der medizinischen Wirksamkeit. Beide Varianten sind zugelassene Arzneimittel und unterliegen in Deutschland strengen mikrobiologischen Qualitätsstandards.
Die Vorteile von cannabis bestrahlt bzw. medizinisches cannabis bestrahlt liegen vor allem in der zusätzlichen Sicherheit für immungeschwächte Patient:innen, da durch die Bestrahlung das Risiko für Kontamination und Schimmel deutlich reduziert wird. Für den Körper bedeutet dies eine geringere Belastung durch potenzielle Keime. Unbestrahltes Cannabis hingegen bietet ein unverfälschtes, natürliches Produkt mit vollem Terpenprofil, birgt jedoch ein höheres Risiko für mikrobielle Verunreinigungen. Die Wahl zwischen bestrahltem und unbestrahltem Cannabis ist daher eine wichtige Frage im Beratungsgespräch und sollte gemeinsam mit dem Arzt getroffen werden.
Im Vergleich zu Freizeit Cannabis, das in der Regel keiner vergleichbaren Qualitätskontrolle unterliegt und variabel zusammengesetzt ist, muss medizinisches Cannabis in Deutschland strenge pharmazeutische Standards erfüllen und ist nur auf Rezept erhältlich.
Ja. Unbestrahltes medizinisches Cannabis muss dieselben gesetzlichen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen erfüllen wie bestrahlte Produkte und wird umfassend laborgeprüft.
Die medizinische Wirkung hängt primär vom Wirkstoffgehalt (THC, CBD) ab, nicht von der Bestrahlung. Unterschiede werden vor allem im Geschmack und Aroma wahrgenommen.
Viele schätzen das natürlichere Terpenprofil und die ursprüngliche Pflanzenstruktur, die bei unbestrahlten Blüten oft besser erhalten bleibt.
Ob bestrahlt oder unbestrahlt besser geeignet ist, sollte individuell mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt besprochen werden.
Ja zum Teil, da sie besonders hohe Anforderungen an Anbau, Lagerung und Logistik erfüllen müssen, sind unbestrahlte Sorten mitunter begrenzter verfügbar.