Tagesthemen Beitrag Cannabis-Legalisierung

Unser Statement zum Beitrag in den Tagesthemen:


In einem Beitrag in den Tagesthemen vom 12.01.2022 wurden einige Bedenken bezüglich der kommenden Legalisierung geäußert und Forderungen aufgestellt. Zugleich erschien auch unsere Webseite in dem Beitrag. Diesen Beitrag möchten wir an dieser Stelle kommentieren.

Es ist absehbar, dass der Entwurf eines Cannabiskontrollgesetzes (CannKG) von Bündnis 90/Die Grünen in Teilen für die Legalisierung zurate gezogen wird, der bereits zwei Mal in den Bundestag eingebracht, jedoch von CDU/ CSU und AfD (teils auch von der SPD) abgelehnt wurde.
Wirft man einen Blick in den Entwurf, fällt auf, dass der Schwerpunkt auf dem Jugend- und Verbraucherschutz liegt. So soll das normative Ziel dieses Gesetzes eine erfolgreiche Primärprävention bei Kindern und Jugendlichen sein. Es soll einen Mindestabstand zu Schulen und Jugendeinrichtungen geben, Alterskontrollen am Eingang und ein strenges Werbeverbot.

Wir begrüßen den Vorschlag der Psychiaterin in dem Tagesthemen-Beitrag und stimmen zu, dass ein angemessenes Mindestalter sinnvoll ist. Nur bei einem legalen Handel mit Cannabisprodukten kann dieser Jugendschutz gewährleistet werden. Die Fakten sprechen zudem klar dafür, dass die angebotenen Cannabisblüten auf dem Schwarzmarkt mit teils synthetischen Stoffen besprüht oder gestreckt wurden und so besonders negative Effekte hervorrufen.

Im Entwurf für ein Cannabiskontrollgesetz werden strenge Vorgaben für den Betrieb eines Fachgeschäfts erwähnt. Diese strengen Vorgaben werden jetzt schon durch alle deutschen Apotheken erfüllt. Die Apotheke wird daher weiter ein wichtiger Vertriebskanal mindestens für Medizinisches Cannabis bleiben.
Möchte man die Ausweitung auf lizenzierte Fachgeschäfte betreiben, sollten sich diese in wesentlichen Teilen an den hohen Standards einer Apotheke orientieren. Hierzu zählt vor allem die qualifizierte Ausbildung des Personals im Bereich der Pharmazie und/oder der Medizin. Weiter zählen hierzu gültige Standards im Bereich der Lagerung und Logistik, die Abgabe in einem zertifizierten und kindergesicherten Gefäß, die Kontrolle der Anbaubedingungen, Lieferanten sowie der Produktmerkmale durch valide Zertifikate als auch eine umfassende Prüfung des Produkts (bspw. auf Schimmelbildung) in der Abgabestelle selbst.  Bei einer Ausrichtung der lizenzierten Fachgeschäfte an den hohen Standards einer Apotheke könnte man somit ausschließen, dass mit der Legalisierung eine Flut an Coffeeshops mit fragwürdigen Bezugs- und Abgabebedingungen, ähnlich der Situation in den Niederlanden, droht.

Grünhorn positioniert sich für eine bedachte Legalisierung und unterstützt Bemühungen zur Prävention und Aufklärung. Jeden Werktag von 8 – 18 Uhr stellen wir ein großes Team an qualifiziertem pharmazeutischen Fachpersonal, um fachkundig rund um das Thema Medizinisches Cannabis zu beraten und zu informieren.
Für Anfragen der Presse oder der Politik stehen wir von Grünhorn als größte cannabisversorgende Apotheke in Deutschland gern zur Verfügung.

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